Polizei stellt Wildunfallbescheinigungen aus

Jagdausübungsberechtigte werden nach wie vor benachrichtigt

Seit Jahresbeginn ist in Baden-Württemberg die Verwaltungsvorschrift des Innenministeriums für die Verkehrssicherheitsarbeit der Polizei (VwV VkSA) vom 19. 12. 2006 in Kraft. Darin wurde unter Ziffer 5.3.5. festgelegt, dass nunmehr die Polizei einen Wildunfall gegenüber einem Verkehrsteilnehmer bestätigt, soweit dies nicht durch den zuständigen Jagdausübungsberechtigten erfolgt. Wurde Wild getötet oder verletzt, ist der Jagdausübungsberechtigte jedoch nach wie vor unverzüglich zu benachrichtigen.
Um die Sicherheit des Straßenverkehrs wiederherzustellen (z. B. Beseitigung von Verunreinigungen oder Kadavern), sind durch die Polizei die zuständigen Stellen zu benachrichtigen. Dies ist im Regelfall der Träger der Straßenbaulast. Für den Jagdausübungsberechtigten besteht vorbehaltlich privatrechtlicher Regelungen im Pachtvertrag ein Aneignungsrecht, aber keine Aneignungspflicht für verunfalltes Wild. Demzufolge muss er es auch nicht beseitigen, wenn er die Aneignung ablehnt. Wenn er es trotzdem tut, erfolgt dies freiwillig ohne Anspruch auf eine Entschädigung.
Davon unberührt bleiben die sich aus dem Jagdrecht ergebenden Pflichten zur ordnungsgemäßen Nachsuche, wenn Unfallwild nur angefahren wurde, sowie zur ordnungsgemäßen Eintragung in die Streckenliste.
Nach Informationen des LJV verwenden die Polizeidirektionen eigene Wildunfallbescheinigungen. Die Bescheinigung des LJV ist abrufbar unter www.landesjagdverband.de, Rubrik „Jagd und Wild“.

Erstellt am 05.05.2014
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