Der Stadtjäger (JNWV-BW)“ Modul 2

Samstag, 06.04.2019
10:00
Ende: 17:00

Kulinarium an der Glems

Mahdentalstraße 111

70569 Stuttgart

Wildtiere im Siedlungsraum

Referenten

  • Geva Peerenboom - Arbeitsbereich Wildtierökologie und Wildtiermanagement, Universität Freiburg
  • Dr. Christof Janko - Wildtierbiologe davor: Lehrstuhl für Tierökologie, Arbeitsgruppe Wildbiologie und Wildtiermanagement, Technische Universität München
  • Uwe König - Inhaber der Jagdschule Isaria, München - jagdschule-isaria.de ;Beauftragter Stadtjäger in der Stadt und dem Landkreis München

 

Inhalt

Dieses Modul ist als 2-Tagesseminar zusammen mit Modul 4 konzipiert. Die Übergänge der Schulungsinhalte der beiden Module sind fließend. In diesem Modul 2 werden die Wildtiere und ihre Lebensbedingungen in den Siedlungsräumen vermittelt; Modul 4 kommen die Krankheiten dieser Wildtiere und deren Auswirkungen auf den Menschen zur Sprache.

 

Geva Peerenboom stellt die Ergebnisse des abgeschlossenen aber auch des aktuellen Forschungsprojektes: „Wildtiere im Siedlungsraum Baden-Württembergs“ www.wildlife.uni-freiburg.de/forschung/abgeschlossen/wildtier_siedlung und „Wildtiere im Siedlungsraum Baden-Württembergs II“

 

In ganz Europa erobern Wildtiere den Siedlungsraum. Längst geht es nicht mehr um altbekannte Untermieter menschlicher Behausungen und Gärten wie Steinmarder, Igel und Fledermäuse; die Liste der „Stadttiere“ wird stetig länger. Die Erfahrungen aus dem abgeschlossenen Projekt "Wildtiere im Siedlungsraum Baden-Württembergs" zeigen, dass das dieses Thema an Brisanz zunimmt. Ursächlich erscheint nicht nur die stetig wachsende Siedlungs- und Verkehrsfläche. Bei einigen Arten lässt sich eine zunehmende Anpassung an den Siedlungsraum beobachten (Rotfuchs), andere „Stadtbewohner“ sind in Baden-Württemberg allgemein in Ausbreitung begriffen (Waschbär) oder sind schon länger (Steinmarder) in Wohngebieten verbreitet. Hohe Dichten im Umland begünstigen, dass Arten wie Wildschwein und Dachs auch im Siedlungsraum auftreten. Personen in Gemeindeverwaltungen, Jagd- und Forstbehörden, Jägerschaft, Verbänden, etc., berichteten von einer deutlichen Zunahme von Anfragen zu Wildtieren im Siedlungsraum aus der Bevölkerung und schätzten die Betroffenen mehrheitlich als unwissend im Umgang mit Wildtieren ein. Als Arten mit hohem Konfliktpotenzial wurden vor allem Rotfuchs, Steinmarder, Wildschwein und Dachs genannt. In den meisten Fällen bestand bei den Befragten eine Bereitschaft, die Bevölkerung zu unterstützen; ein unklarer Handlungsrahmen mache es jedoch oft schwierig, befriedigende Lösungen zu finden. Es besteht großer Bedarf, Potenziale zu bündeln und Kompetenzen zu schaffen. Unsere bisherigen Arbeiten fokussierten auf das Konfliktpotential. Wir erwarten jedoch, dass ein nicht unerheblicher Anteil der Bevölkerung sich am Auftreten von Wildtieren im Siedlungsraum erfreut, wogegen Konflikte nur von einer Minderheit empfunden werden. Maßnahmen zur Konfliktlösung könnten somit den Unmut einer Mehrheit nach sich ziehen. Eventuell können jedoch positive Bewertungen schnell umschlagen, sobald Personen selbst negativ durch Wildtiere beeinträchtigt werden. Hier besteht Klärungsbedarf. Quelle : www.wildlife.uni-freiburg.de/forschung/laufend/wildtier_siedlung_bw_ii

 

Im weiteren Verlauf stellen Uwe König und Dr. Christof Janko die verschieden Wildtierarten vor mit denen wir es, wenn wir als Stadtjäger tätig werden.

 

Kosten: 70 Euro 

 

Übernachtung: Im Kulinarium an der Glems wurde für die Nacht 06./07. April ein Zimmerkontingent reserviert. Bitte reservieren Sie selbst unter dem Stichwort „Der Stadtjäger“ --> Tel. 0711 - 681618 
info(ta)roemerhof-kulinarium.de

Jagd - Natur - Wildtierschützerverband Baden-Württemberg e.V.Prof. Dr. Hans-Ulrich Endreß